Molvenosee
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Als wir die Straße am See entlangfahren, sehen wir schon die gewaltigen Berge und die kleine Stadt Molveno, die zwischen der Brentagruppe und dem Paganellagebirge liegt. Der Molvenosee ist der größte natürliche Alpensee, liegt auf 800m Meereshöhe und ist 124 Meter tief. Zahlreiche Bäche und Flüsse münden in den von dichten Wäldern umgebenen See. Er lädt zum Angeln, Boot fahren, Baden, Tauchen, Wandern und verweilen ein.

Wir parken Rakete, ziehen uns warm an, denn es ist kalt und windig geworden, und spazieren eine Weile am Strand entlang. Hier sieht es aus wie in einem Freizeitpark der Extraklasse. Der Rasen ist auf den Millimeter getrimmt, Hüpfburgen warten auf gutes Wetter und hüpffreudige Kinder, die Hecken sind gestutzt und selbst der Campingplatz sieht einladend aus und das heißt schon was.
Da langsam die Dämmerung einsetzt und es nach Regen aussieht, entschließen wir uns dazu ein Parkplatz mit Seeblick zu finden und Rakete umzubauen.
Die Nacht ist stürmisch, regnerisch und wirklich kalt, so dass wir nur wenig Schlaf finden.

Am nächsten Morgen scheint jedoch die Sonne und der Wetterbericht für den Tag sieht ebenfalls gut aus. Sehr schön. Wir ziehen unsere Laufschuhe an und bewegen uns ein wenig. Danach gehts ab in den kalten See. Während wir im Wasser plantschen, taucht ein Typ in String-Badehose auf, baut seine Liege zusammen, setzt sich seine dicke Sonnenbrille auf und posiert für etliche Selfies vor dem See. Immer im Vordergrund: Sein Bizeps.
Danach schleicht er behutsam bis zu den Waden ins Wasser, schaut zu uns rüber, und meint: „Ist kalt, oder?“
Wir nicken und schwimmen noch eine Runde. Dann gehts zurück zum Parkplatz, der mittlerweile megavoll geworden ist. Ausserdem sind zwei Parkwächter am kontrollieren der Parkscheine. Wir haben keinen und Rakete ist auch noch nicht umgebaut. Hoffentlich gibt das keinen Ärger.
Zack stehen die zwei Herren in Uniform und Ray-Ban-Brille vor uns und fragen uns auf italienisch, ob wir hier geschlafen haben. Da unsere nassen Badesachen zum Trocknen auf der Motorhaube liegen, erwidern wir, dass wir nur kurz Baden waren und auch gleich weg sind. Es werden Blicke getauscht. Dann schießen zwei Finger in die Höhe: „Duo Minuti“!

Nachdem wir Rakete in Raketenzeit umgebaut haben, düsen wir vom Platz und parken vor der kleinen Pizzaria Pizzico. Hier gibt es Riesenpizzen, die richtig lecker sind.

Gesättigt und zufrieden legt sich Jana noch ein wenig in die Sonne. Der Bizeps-Typ steht immer noch nur bis zu den Waden im Wasser. Oh man.

Währenddessen unternimmt Flow einen kleinen Fußmarsch (35 Minuten hin und 35 Minuten zurück) zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Molveno.

Bis bald,

Jana&Flow

 

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Pizzico

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